Pfarrkirche
Wahlen
2025


ZUM BAUWERK:
Pfarrkirche zum Hl. Nikolaus in Wahlen
Schon im Jahr 1258 wurde in Wahlen eine Kirche erstmals erwähnt.
Die ältesten Teile der Kirche sind die Langhausmauern und der Turm. 1512 wurde durch den Meister Andre Firtaler aus Innichen der Chor hinzugefügt, was eine Inschrift am Gewölbe bezeugt. Bald danach wurde das Langhaus umgebaut und eingewölbt.
Den westlichen Eingang in die Kirche, das Hauptportal, bildet ein Spitzbogenportal mit Rund- und Birnenstab. Den südlichen Eingang, das Seitenportal, bildet eine Rundbogentüre.
Die Fenster sind als hohe Spitzbogenfenster ausgebildet. Die dreiteiligen Streben im Chor sind reicher behandelt. Das Netzgewölbe über Runddiensten und Wandgurten ist im Chor einfacher (mit runden Schlusssteinen) gestaltet. Im Schiff dagegen ist das Netzgewölbe reich und spielerisch gestaltet, mit Kurvenlinien und Maßwerkrosetten statt der Schlusssteine.
Der Übergang vom Kirchenschiff in den Chor wird von einem einspringenden Triumphbogen gebildet.
Der Sturz der Türe vom Presbyterium in den Turm ist mit einem Eselsrücken ausgebildet.
Der einheitlich romanische Turm, ist ein im Verhältnis zur Kirche, sehr mächtiges Bauwerk. Die Schallfenster sind etwas zurückspringende, gekuppelte Rundbogenfenster in Eselsbrückenblenden.
Das Turm Dach ist als niedriges, viereckiges Pyramidendach ausgebildet.
An der Südfassade des Turms sind Fragmente eines Christophorus Bildes mit Pilaster Rahmung zu sehen, welches um 1600 entstand.
Am Gewölbe des Chores sind Maria mit dem Kinde, der hl. Stephanus und der hl. Nikolaus
abgebildet. Auch diese Werke stammen aus der Zeit Anfang 16. Jahrhundert.
Die neugotischen Altaraufbauten stammen von Anton Ortner aus Abfaltersbach, welche im Zuge der Barockisierung um 1865 entstanden. Die Skulpturen stammen von Dominikus Trenkwalder aus Landeck. Die Kanzel und die Stühle stammen aus der Werkstatt von Tischlermeister Josef Stauder aus Innichen
Durchgeführte Arbeiten
Bei den vollzogenen Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten im Jahr 2025, wurden folgendeMaßnahmen umgesetzt:
1) Einbau neuer Zugbalken zur Verstärkung und Sicherung des Dachstuhles
2) Sanierung und statische Verstärkung des Sprengwerkes am Turmmauerwerk
3) Statische Sicherung des Dachstuhles oberhalb des Presbyteriums, durch das
Zusammenspannen mittels Stahlseile
4) Einbau von Sparrenknechten im Traufbereich zum Sichern des Dachstuhls gegen Aufkippen
5) Kontrolle aller Knotenpunkte der Dachstruktur und Fixierung der losen Verbindungen
6) Injektion der Risse beim Übergang Gewölbe auf Langhausmauern mit Injektionmörtl auf
Kalkbasis
7) Einbau von Vogelschutzgittern im gesamten Traufbereich
8) Einbau eines Laufsteges in Fichte, für eine sichere Begehung des Gewölbes





