Pfarrkirche zum
hl. Georg
Antholz Mittertal
2025


ZUM BAUWERK:
Pfarrkirche zum hl. Georg in Mittertal
Schon um das Jahr 1000 vermutet man das Bestehen einer Kirche in Antholz. Gesichert ist sie für das Jahr 1220 durch die Erwähnung eines Pfarrers. Patrone der Kirche sind der hl. Georg (23. April) und der hl. Leonhard (6. November).
Zu Beginn des 15. Jahrhunderts baute man eine neue Kirche, die 1417 geweiht wurde. Von diesem gotischen Gotteshaus ist noch der Turm erhalten, welcher durch Kehlgesimse in drei Geschosse gegliedert ist und dessen unterstes Geschoss auffallend schief ist. An der Fassade des Frankengiebels der Südseite sind sechs Wappen eingelassen. Abgeschlossen wird der Turm durcheinen Giebelspitzhelm. In den Jahren 1793/94 wurde eine neue, größere Kirche nach den Plänen desBrunecker Bildhauers Jakob Philipp Santer (1756-1809) errichtet und 1798 von Fürstbischof Franz Karl geweiht. Ihm gelang es mit den begrenzten Mitteln der Dorfgemeinschaft ein würdiges und eindrucksvolles Gotteshaus zu schaffen, welches einen schlichten, aber gut proportionierten Spätbarockbau entspricht. Als Vorbild diente ihm die Kirche des Brixner Priesterseminars.
Die Kirche zeigt an der Fassade Pilaster Gliederungen mit Dreieckgiebel, viereckige Türen,
sowie Viereck- und Lünetten Fenster. Das Langhaus wird nach oben von einem Tonnengewölbe über Wandpfeilern und verkröpften Gebälkabgeschlossen. Im Chor bilden
flache Kuppel und eine flachrunde Apside den Abschluss.
In der Werkstatt Santersentstanden auch die drei Altäre (1795-1800). Aus verschiedenen Etappen derKirchenausschmückung stammen die Fresken. Am ältesten und qualitätsvollsten ist die Anbetung der Allerheiligsten Dreifaltigkeit‘ im Chor von
Johann Renzler (Erstlingswerk um 1795), der auch das Gemälde des Hochaltars schuf. Hans
Pescoller sen. malte 1939 das Deckengemälde „Der hl. Georg tauft den König der durch ihn befreiten Stadt“ im Hauptraum und die „Hl. Cäcilia“ über dem Sängerchor. Das Fresko
„Moses und der brennende Dornbusch“ unter der Empore am Hauptportal soll Johann
Rudiferia (+1925) bei der Kirchenrenovierung von 1888 geschaffen haben.
Durchgeführte Arbeiten
Bei den vollzogenen Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten im Jahr 2025, durchgeführt im Zeitraum vom 17. März bis zum 17. Juli wurden folgende Maßnahmen umgesetzt:
1) Reinigung des Turmdaches
2) Morsche und beschädigte Stellen der Dacheindeckung mittels handgespaltenenLärchenschindeln geflickt
3) Reinigung und Restauration der Schallloch-Jalousien, bzw. Abdeckungen, sowieder Konstruktionshölzer des offenen Glockenstuhls
4) 3-maliges Streichen des Turmdaches, der Schallloch-Jalousien, sowie der
Konstruktionshölzer des offenen Glockenstuhls mit einer hochwertigen
Holzschutzfarbe
5) Abnahme von Mikroorganismen (Flechten und Algen) an der Turmfassade
6) Wässrige Reinigung der Turmfassade
7) Ergänzung der Fehlstellen mit Kalkputz, in Sieblinie und Struktur an Bestand angepasst
8) Deckende Tünchung der Turmfassade mit Kalk, aufgetragen in mehreren
Schichten. Farbton gem. Bestand
9) Restaurierung des Ziffernblattes an der Süd-Westfassade
Weitere durchgeführte Arbeiten
2) Neueindeckung der Sakristei und der Friedhofskapelle
3) Sanierung der Eindeckung des Turmdaches




