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Restaurierung des Brixener Domes

Unsere
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Kirchenrestaurierung
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Natürlich restaurieren wir auch alte
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Auszug aus der Presseinformation der Fa. CREATON

Neue Krone für die Gottesburg

Rechtzeitig zur 1100-Jahr-Feier von Brixen wurde das Dach des Domes gründlich saniert, natürlich streng nach den Auflagen des Denkmalschutzes und deshalb mit originalgetreuen, farbig glasierten Biberschwanzziegeln. Das Material dafür lieferte CREATON.

 

Die alte Bischofsstadt Brixen war über Jahrhunderte hinweg Zentrum geistiger und politischer Macht, da die Bischöfe lange auch das Amt weltlicher Fürsten für die umliegenden Grafschaften bekleideten. Die Bischöfe residierten hier bis 1964, fast 1000 Jahre lang. Der mächtige Dom ist stummer Zeuge dieser langen Zeit.
Den Bau der ersten Domkirche, die 1174 bei einem Brand zerstört wurde, datieren die Historiker auf den Beginn des 10. Jahrhunderts. Um 1200 entstand ein dreischiffiger romanischer Bau, der jedoch ebenfalls den Flammen zum Opfer fiel.

 

Lange "Ziegelgeschichte"

Die "Ziegelgeschichte" auf dem Brixner Dom begann 1460, als Kardinal Nikolaus Cusanus den damals gebauten gotischen Hochchor mit farbigen Biberschwanzziegeln "wild" eindecken ließ. Weitere Umbauten gab es zwischen 1745 und 1754, bis der Dom sein heutiges Aussehen erhielt. Im Inneren strahlt der Dom eine monumentale, barocke Atmosphäre aus. Besonderen Eindruck auf die Kirchenbesucher hinterläßt das Glanzstück der künstlerischen Ausstattung, das kraftvoll wirkende Deckenfresco. Die Altäre - neben dem Hochaltar noch acht Seitenaltäre - verdeutlichen die große Bedeutung dieses Domes.
Mit dem Kreuzgang schließt sich an das Gotteshaus einer der wichtigsten kunsthistorischen Schätze Europas an, ein romanisches Bauwerk mit Fresken von bedeutenden Künstlern aus dem 14. und 15. Jahrhundert, die die mittelalterliche Kunstentwicklung und stilistische Vielfalt in einem Raum dokumentieren.

Ziegelmuseum auf dem Dach

Das Domdach stellt mittlerweile einen historischen Schatz dar.
"Eine Art Ziegelmuseum lag dort oben, weil seit 1460 immer wieder neue farbige Ziegel zur Dachausbesserung gedeckt wurden", erzählt Denkmalpflegerin Dr. Waltraud Kofler-Engl vom Amt für Bau- und Kunstdenkmäler der autonomen Provinz Bozen.
"Die alten Ziegel, die nun abgenommen wurden, stellen für uns deshalb als Zeugen vergangener Epochen einen hohen Wert dar".
Auf dem Dach ließ sich dieser Schatz freilich nicht mehr hüten. Denn nach einigen Jahrhunderten war selbst für viele Tonziegel das Ende gekommen. Manche waren bereits auf die Straße hinuntergefallen. Das Dach bildete also auch eine Gefahr für Fußgänger.
"Eine Eindeckung aus alten und neuen Ziegeln kam nicht in Frage, weil dies eine jährliche, teure Wartung erfordert hätte", so Herbert Wieland, Verwalter am Domkapitel Brixen. "Die Entscheidung hieß deshalb: eine komplette neue, wiederum "wilde" Eindeckung, natürlich streng nach Denkmalschutzvorgaben".

 

Historische Farbvielfalt aufnehmen

Erfahrene Spezialisten auf diesem Gebiet sind die Dachdecker von Kaiser & Wolf aus Toblach. "Ziel mußte es sein, die historische Farbvielfalt der ursprünglichen Ziegel wieder aufzunehmen", so Dr. Kofler-Engl. "Die Firma Kaiser & Wolf hat uns deshalb eine Auswahl vorgelegt, die wir eingehend studiert haben. Alle Beteiligten haben gesehen, dass die glasierten Biberschwanzziegel von CREATON insbesondere wegen der enormen Farbvielfalt dem optischen Bild des ehemaligen Bestands am nächsten kamen".

 

Angemessene Krone

Die Dachdecker und Zimmerer der Firma Kaiser & Wolf hatten alle Hände voll zu tun. Denn nachdem sie die alte Eindeckung abgenommen hatten, war zunächst die Dachkonstruktion zu sanieren, an der die Zeit ebenfalls nicht spurlos vorbeigegangen war. Bei der Neueindeckung achteten die Dachdecker darauf, dass die farbigen Ziegel gleichmäßig gemischt auf das Dach gelegt wurden. 85.000 Ziegel und ein witterungsbeständiges, farblich passendes Schneefangsystem mit Grundelementen aus Druckgußaluminium verlegten die Dachdecker im Laufe von fünf Monaten. Damit sorgten sie dafür, dass im Jahr des 1100jährigen Jubiläums von Brixen das imposanteste Bauwerk der Stadt wieder eine angemessene Krone erhielt.

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